Worum es geht
Was bleibt von Kultur, wenn künstliche Intelligenz nicht nur schneller denkt, sondern auch schöpferisch arbeitet? Richard David Precht geht von der Demenzerkrankung seines Vaters aus und verbindet persönliche Erinnerung mit einer Bestandsaufnahme dessen, was verloren gehen könnte. Das Buch versteht sich als Plädoyer gegen die „Selbstabschaffung des Geistes“.
Gut zu wissen
Der Untertitel lautet „Wie künstliche Intelligenz die Kultur abschafft“.
Erster Eindruck aus der Leseprobe
Beruht nur auf der Leseprobe (Inhaltsverzeichnis und Beginn von Kapitel I), nicht auf dem ganzen Buch. Selbst reinlesen
Das Buch beginnt sehr persönlich: Precht räumt das Arbeitszimmer seines dementen Vaters aus, um Platz für dessen Pflegebett zu schaffen. Er beschreibt den Vater als jemanden, der ein Leben lang geschrieben hat – über Malerei, Reisen und Philosophie –, ohne je etwas zu veröffentlichen.
Aus dieser Szene entwickelt sich, so deutet es das Inhaltsverzeichnis an, die eigentliche Frage nach dem Verlust von Kultur. Kapitelüberschriften wie „Kunst ohne Kultur“ oder „Kulturverlust des Politischen“ zeigen, wohin es geht. Der Stil ist gehoben und essayistisch, mit langen Sätzen, vielen Bildern und Verweisen auf Literatur und Philosophie.
Für alle, die Prechts Essays mögen und Lust auf eine kulturkritische Auseinandersetzung mit KI haben. Wer eine nüchterne Einführung in künstliche Intelligenz sucht, liegt hier falsch.
Was die Kritik sagt
- Süddeutsche Zeitung negativ
Ein Verriss: Lesenswert seien allein die Passagen über die Demenz des Vaters. Der Rest sei Bildungshuberei ohne Erkenntnisgewinn, der Kulturbegriff hochtrabend und rückwärtsgewandt.
Zusammengefasst in eigenen Worten. Die Urteile stammen von den genannten Kritikerinnen und Kritikern, nicht von uns.
Mehr zum Buch
- Leseprobe beim Verlag
- Das Buch bei Goldmann
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- Alle Bücher von Richard David Precht auf Leseradar
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