Worum es geht
Heimesbach, ein erfundenes Dorf im Hunsrück: Über rund neunzig Jahre folgt der Roman seinen Bewohnern. Jüdische Familien verlieren alles, Profiteure der NS-Zeit erfinden sich als harmlose Mitläufer neu, und später kommen die aus dem Iran geflüchteten Familien Sharifi und Karimpour ins Dorf. Aus den Lebensgeschichten ergibt sich ein Bild davon, was an einem Ort erinnert wird – und was nicht.
Gut zu wissen
„Die Lücken“ wurde am 5. Oktober 2026 mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet. Die Jury nannte es einen Roman gegen Gleichgültigkeit.
Was die Kritik sagt
- Frankfurter Allgemeine Zeitung positiv
Für ihn der bemerkenswerteste deutsche Roman dieses Bücherherbstes, getragen von großem Erzähltalent.
- Süddeutsche Zeitung positiv
Ein Heimatepos mit vielschichtigen Figuren, das das Verdrängte im Dorf sichtbar macht.
- Deutschlandfunk positiv
Ein souveräner Anti-Heimat-Roman, ein vielstimmiges Panorama – für ihn ein großer Wurf.
- Frankfurter Rundschau positiv
Sie lobt die ungewöhnliche Erzählperspektive und die Momente, in denen Geschichte plötzlich kippt; das Buch eigne sich auch für die Schule.
- Die Zeit positiv
Ein überwältigendes, präzise geschriebenes Porträt des Dorfes.
- taz positiv
Anfangs zurückhaltend, dann überzeugt: Er schätzt den Blick von außen und das Aufdecken der NS-Lücken. Der Roman sei vielschichtig und fordernd, die Sätze oft verschachtelt.
- Neue Zürcher Zeitung positiv
Ein atmosphärisches Gemälde über neunzig Jahre, für ihn eine preiswürdige Wundertüte.
- Die Zeit positiv
Der Roman der Stunde: Er lobt die wagemutigen Zeitsprünge und dass das Buch auf Erkenntnis statt auf bloßes Einfühlen setzt.
Zusammengefasst in eigenen Worten. Die Urteile stammen von den genannten Kritikerinnen und Kritikern, nicht von uns.
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